
Buchempfehlung: “No Future” von James P. Othmer
Was macht ein Buch zu einem guten Thriller? Ich kann nur vage Vermutungen anstellen, da jedesmal wenn ich einen so genannten Thriller gelesen habe, das Genre des Buchs nur kannte, da ich irgendwo gehört hatte, man würde dieses Buch als Thriller bezeichnen. Bei “Musterekennung” von William Gibson ging es mir so. Ein fantastisches Buch, das ich zwar nicht sonderlich adrenalintreibend spannend, dafür aber wahnsinnig interessant fand. Gibson kann das. Er hat ein Gespür für verdrehte Einsatzgebiete junger Technologien.
Von “No Future” habe ich nie etwas gehört. Auch nicht vom Autor. Die Inhaltsangabe klang nett, der erste Satz war okay. Irgendwann merkte ich, nach und nach, dass es sich hier wohl um einen Thriller handeln muss. Der Autor ist da clever vorgegangen. Ganz langsam werden wir in immer abstrusere, gewalttätigere Situationen hineingezogen. Das beginnt bei einer Massenpanik, die der Protagonist/Erzähler gerade vernebelt genug darstellt, dass wir selbst nicht sofort dahinter kommen, dass etwas schreckliches passiert.
Gar nicht mal schlecht. Gefiel mir gut. Klare Empfehlung. Entschuldigung für die Floskelhaftigkeit.
Ganz kurz worum es geht: Yates ist Futurologe, erzählt auf irgendwelchen Tagungen und Veranstaltungen also etwas davon, wie die Zukunft seiner Meinung nach aussehen wird. Dabei ist er äußerst anpassungsfähig, sagt also das, was die Leute hören wollen. Bis er beschließt, dem ein Ende zu machen und mithilfe eines Manifestes beruflichen Selbstmord begeht. Oder fast. Indem er sich selbst als Scharlatan outet, wird er zum großen Star der Stunde. Anschließend wächst das Interesse verschiedener dubioser Parteien.
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von siebenmeilenstiefel als Favorit markiert
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von nicetea gepostet

